Archiv für den Monat: November 2018

50 Jahre Kölner Journalistenschule

Vor 50 Jahren wurde sie gegründet, die Kölner Journalistenschule. Dieses Jubiläum feierte die Schule am 23. November mit über 200 Gästen im Kölner Mediapark. Für viele Absolventen der “KS”, wie sie in den älteren Jahrgängen genannt wird, war es ein großes Wiedersehen. Doch wir durften auch viele Dozenten, Freunde und Förderer der Schule begrüßen – und als Ehrengast den Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens, Armin Laschet (CDU).

Mitgefeiert haben auch zwei Vorgänger des jetzigen Direktors der Kölner Journalistenschule, Ulric Papendick: Ingeborg Hilgert und Günther Ludwig. Hilgert, an der Spitze der Schule von 1994 bis 2009 schrieb in Ihrem Beitrag für das Jubiläumsheft der Schule: “Ludwig und, seit 2015, sein Nachfolger Ulric Papendick haben die Ausbildung Schritt für Schritt den Anforderungen des digitalen Zeitalters angepasst – und zugleich die Fundamente aus dem Jahr 1968 bewahrt. Die tragen noch immer…” Was die Fundamente der Schule sind? Dass die Vermittlung von Journalismus als Handwerk und die kritische Haltung zur eigenen Arbeit damals wie heute höchsten Stellenwert genießen. Von den heftigen und doch sachlichen Diskussionen in der Lehrredaktion können die ältereren Semester ebenso erzählen wie die  jetzigen Schüler.

Über 50 Jahre hat die KJS so viele Journalisten ausgebildet, dass diese heute in fast allen renommierten Medienhäusern zu finden sind, sogar im Hörfunk und im Fernsehen, obwohl die Schule vor allem in früheren Jahrzehnten vor allem für den gedruckten Journalismus lehrte. Auch in vielen Kommunikationsabteilungen großer Unternehmen sitzen KJS-Absolventen. Mit dem Medienwandel indes hat sich auch die Arbeit der KJS verändert – Übungen zum Thema Video und Mobile Reporting sind zum Standard geworden. Doch wenn über diesen Wandel auch geklagt wird – wegen der Probleme, die dieser für viele Medienhäuser mit sich gebracht hat – sind 50 Jahre Kölner Schule dann auch ein Anlass zu sagen: “früher war alles besser”?

Nein, meint Bernd Ziesemer, Vorstandsvorsitzender des Trägervereins der Kölner Journalistenschule, in der Festschrift zum Jubiläum: “Viele reden über die ‘Krise der Medien’, obwohl doch eigentlich ‘nur’ die Geschäftsmodelle der Verlage und Medienunternehmen in die Krise geraten sind. In Wahrheit ist die Mediennutzung quer über alle Kanäle seit 1968, dem Jahr der Schulgründung, stetig gestiegen. Eine gute journalistische Ausbildung ist nicht weniger wichtig geworden in den letzten 50 Jahren, sondern im Gegenteil sehr viel wichtiger.”

Deshalb haben wir angestoßen – mit Ehrengästen, Absolventen, Dozenten, Freunden und Förderern – nicht nur auf 50 vergangene Jahre Kölner Journalistenschule, sondern auch all die Jahre, die noch kommen sollen. Und für die Schulleitung der Kölner Journalistenschule ist dies die Stelle, danke zu sagen: An alle, die den Erfolg dieser Schule möglich gemacht haben.

Eine neue Lehrredakteurin unterstützt die KJS

Die Kölner Journalistenschule begrüßt eine neue Kollegin in den Reihen der Lehrredakteure: Mit diesem Wintersemester ergänzt Ismene Poulakos das Team. Es ist nicht die erste Aufgabe, die sie an der KJS übernimmt – seit vielen Jahren trainiert sie die Schüler beispielweise darin, die richtigen Themen für ihre Beiträge zu finden. Nun betreut sie gemeinsam mit David Selbach (Wirtschaftsredaktion wortwert.) den jüngsten Jahrgang in der Lehrredaktion.

Unter Journalisten ist Ismene Poulakos vor allem durch ihre Stationen beim Kölner Medienhaus DuMont bekannt. Dort leitete sie zuletzt als Mitglied der Chefredaktion die Digitale Redaktion des Kölner Stadt-Anzeigers. Zuvor war sie unter anderem für das Innovationsmanagement bei DuMont verantwortlich. “Ismene Poulakos bringt als Lehrredakteurin nicht nur ihre langjährige journalistische Erfahrung an die KJS, sondern auch viel Wissen über den digitalen Wandel der gesamten Branche. Ich bin mir sicher, dass unsere Schüler davon in vielerlei Hinsicht profitieren werden”, sagt Ulric Papendick, Geschäftsführender Direktor der Kölner Journalistenschule.

Die Lehrredaktion ist eines der wichtigsten Elemente der Ausbildung an der KJS. Hier entstehen Texte und Hörfunkbeiträge, die in renommierten Medien veröffentlicht werden. Dazu zählen etwa die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Süddeutsche Zeitung, die Wirtschaftswoche oder der Westdeutsche Rundfunk. Zum Team gehören Anette Dowideit, Martin Dowideit, Thomas Mersch, Stefan Merx, Ismene Poulakos und David Selbach.